Klaus Bonn
Um saure Lunge mit Spiegelei –
zu Gyula Krúdys Roman Meinerzeit
Menü in zwölf Gängen
15 Seiten, EUR 3,–
ISBN 392984415X

Der 1930 erschienene Roman des Ungarn Gyula Krúdy, Boldogult Úrfikoro-mban, kongenial ins Deutsche übertragen unter dem Titel Meinerzeit  (1999) von Christina Viragh, zeugt von Begegnungen, Zusammenkünften in einem Gasthaus der Pester Innenstadt, von wehmütigem Rückblick auf den Zusammenbruch der Donaumonarchie, Tiraden und Nörgeleien um die Jetzt-Zeit, da früher doch alles so viel besser gewesen ist, vorab Essen und Trinken.
Geradezu exemplarisch um einen einzigen Tag, den 6. Februar, irgendwann  

 

in den 1920er Jahren, ist es dem Text zu tun. Ein Aufbruch von der Margareten-Insel mit Kutsche und Pferdestraßenbahn zum Lokal und die Rückkehr über den Fluß klammern das lokale Zentrum
des Geschehens, das Gasthaus Stadt Wien, gleichsam ein. Der vorliegenden Studie geht es um Skizzen zur Topographie einer Pester Straße, eine kleine Soziographie der Mahlzeiten und die Figuration mancher Wirtshausgäste, verabreicht, häppchenweise, als Menü in zwölf Gängen.

Der Titel Um saure Lunge mit Spiegelei ist über alle gepflegten Buchhandlungen beziehbar.


Stand: April 2007

 
 
 
 

 

 

 

 

 

 

 


tertium comparationis
im
konrad kirsch verlag


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